Argumente

  • In der aktuellen finanziellen Situation kann sich die Stadt Winterthur keine derart hohe Investition leisten.
  • Die Investitionsfolgekosten des Polizeigebäudes betragen 5 Millionen Franken oder zwei Steuerfuss-Prozente, die entweder anderswo eingespart oder aber über eine weitere Steuererhöhung finanziert werden müssen.
  • Auch ohne diesen teuren Neubau drohen weitere massive und einschneidende Sparpakete und/oder eine Steuerhöhung!
    • Sollte die Unternehmenssteuer-Reform 3 im Februar 2017 vom Volk angenommen werden, würden dem städtischen Haushalt jährlich weitere Millionen entzogen.
    • Die weiterhin unterfinanzierte städtische Pensionskasse kostet die Stadtkasse voraussichtlich  Dutzende von Millionen Franken an Sanierungsbeiträgen.
    • Die Stadt schiebt einen Investitions-Stau vor sich her, und andere wichtige Investitionen müssen zurückgestellt werden.
    • Der Kanton Zürich will mit seinen Sparplänen weitere Kosten auf die Gemeinden abwälzen.
  • Das Departement Sicherheit und Umwelt von Stadträtin Barbara Günthard-Maier spart Schulweglotsen für unsere kleinsten und schwächsten Verkehrsteilnehmer weg, klotzt aber mit Polizei-Infrastruktur.
  • Das Polizeigebäude ist doppelt so teuer wie das neue Schulhaus Neuhegi inklusive Dreifachturnhalle.
  • Das Polizeigebäude in Winterthur soll doppelt so viel kosten wie das Polizeigebäude in St. Gallen, trotz ähnlicher Korps-Grösse.
  • Nur in Zürich und St. Gallen hat die Stadtpolizei ein eigenes Gebäude, in allen anderen grossen Städten ist die Polizei eine kantonale Organisation.
  • Das viel zu hohe 80-Millionen-Kostendach des Gemeinderats wurde um etwa 15 Millionen überschritten (82 Millionen zuzüglich Planungskosten, Verlegung des Werkhofs an der Obermühlestrasse, nachträglicher Ausbau des Schiesskellers).

Alternativvorschläge / Sparpotenzial

  • Büro-Arbeitsplätze der Polizei könnten sofort in die leeren Räume im Superblock verlegt werden, und dies ohne Mehrkosten für die Stadt!
  • Synergieen mit der benachbarten Feuerwehr werden viel zu wenig genutzt.
  • Das Projekt soll auf auf die notwendige Infrastruktur der Polizei an der Front reduziert werden.
  • Die vorgesehenen Rechenzentrumsflächen im Polizeigebäude sind unnötig und zudem für die Energiebilanz unvorteilhaft. Die Server der Polizei können kosteneffizienter in bestehenden Rechenzentren untergebracht werden. Betriebliche Nachteile gibt es dabei nicht.