Was gilt für wen?

Viele Menschen und Institutionen in der Stadt werden dazu angehalten zu sparen: Die Schulen, die Bibliotheken, die Putzfrauen, die Gärtnerinnnen, die Pflege usw. werden zurückgebunden und z.T. wesentlich beschränkt…, damit die Stadt, nicht «verlumpt». Dies steht im krassen Gegensatz dazu, dass sich die Polizei zur gleichen Zeit einen Paläst und Wahrzeichen bauen lässt. Auch die Verwaltung wohnt sehr mondän. Die verlassenen Gebäude der Stadtverwaltung (durch den Wegzug in den Superblock) stehen hingegen zum Teil immer noch leer, die Mieten für die leeren Räume werden indirekt von den Steuerzahlern bezahlt; Während viele Verwaltungseinheiten nun höhere Mieten ausweisen. Weist die Stadt dies schlussendlich als Ersparnis aus? Bevor ein weiteres zentralistisches Monster hingekleistert wird, sollen zuerst die Finanzen stabilisiert und transparenter gemacht werden. Diejenigen, die aus Überzeugung mitgeholfen und gespart haben, müssen ernst genommen werden oder aber das Sparargument gilt für alle nicht mehr.

Das Polizeigebäude ist überdimensioniert

Man vergleiche das alte Polizeigebäude mit dem neuen, das neue ist nicht «ein bisschen» grösser, sondern es ist ein Vielfaches grösser! Es ist angesichts der äusserst prekären Finanzlage der Stadt nicht sinnvoll, wenn man das Gebäude grösser plant, als unbedingt notwendig. Viel klüger wäre es, ein ausreichendes Gebäude zu planen, aber es so zu gestalten, dass es bei späterem Bedarf einfach und kostengünstig erweitert werden kann. Es ist auch möglich, für die Büroarbeitsplätze den freien Raum im Superblock zu nutzen, die IT-Infrastruktur der IDW zu beziehen, und das neue Gebäude auf den rein operativen Betrieb zu beschränken. Mit etwas Kreativität und neuen Lösungsansätzen ist es möglich, beides unter einen Hut zu bringen: Den Bedarf an Raum und die Finanzen.

Überrissener Luxusbau

Das Schulhaus Neuhegi mit Dreifachturnhalle kostet im Bau (exkl. Land) 40 Mio, das Polizeigebäude 87 Mio. (ebenfalls exkl. Land), das ist mehr als das Doppelte. Ohne Turnhalle, sogar ohne Ausbau des Schiesskellers. Das ist Wahnsinn!

Mit einer halben Million für Kunst am Bau, einer dreistöckigen luxuriösen Eingangshalle, zwei Untergeschossen und separatem «Türmchen» gibt es garantiert ganz viel Überflüssiges, das eingespart werden kann!

Man vergleiche das alte Polizeigebäude mit dem neuen, das neue ist nicht «ein bisschen» grösser, sondern es ist ein Vielfaches grösser!

Mit einem Betrag von ca. 20-30 Mio wäre ein ausreichendes Polizeigebäude machbar. Leider hat der Grosse Gemeinderat von Anfang an ein viel zu hohes Kostendach von 80 Mio festgelegt. Dabei zeigt die Erfahrung: Wenn 80 Mio. ausgegeben werden dürfen, dann werden auch 80 Mio ausgegeben, egal ob es wirklich soviel braucht oder nicht.